Seit Beginn des Wintersemesters 08/09 bietet die Hochschule für Musik
und Tanz Köln
Bachelor­ und Masterstudiengänge an. Die BewerberInnen für den B.A. Tanz können einem neuen Programm folgen, in dem sie nach dem Grundstudium zwischen den Profilen Bühnentanz und Tanz­pädagogik wählen können.

Mit der Einführung des Bachelors wird den Studierenden verstärkt die Möglichkeit gegeben, sich mit zeitgenössischen Entwicklungen im Arbeitsfeld Tanz zu beschäftigen. Projektbezogenes sowie interdisziplinäres Arbeiten und eine intensive Verzahnung von Praxis und Theorie stärken das Hochschulniveau des Studien­gangs.

Innovative Unterrichtsformate wie z. B. Unterrichte mit zwei Lehrenden aus unterschiedlichen Wissensgebieten, Gruppen­ und Einzelunterricht sowie Coaching ermöglichen die individuelle Entwicklung des Studierenden.

Der Bachelor­ Abschluss erfolgt nach einer Studiendauer von acht Semestern und ist ein international anerkannter Abschluss, der zur Berufsbefähigung im Tanz berechtigt. Selbstverständlich kann anschließend ein Masterstudium überall in Europa aufgenommen werden (bestandene Eignungsprüfung vorausgesetzt).

Es wird Wert darauf gelegt, die Studierenden sowohl praktisch als auch geistig zu fördern, und sie dabei zu unterstützen, ihre individuelle künstlerische Identität zu finden.

Folgende Module werden angeboten

  • Tanztechnik
  • künstlerisches Forschen
  • Körperwissen
  • Tanzwissenschaft
  • tanzwissenschaftliches Arbeiten
  • Musikstudien
  • Tanzvermittlung
  • interdisziplinäre Projekte/ B.A. Arbeit
  • Aufführungsprojekt
  • Unterrichtspraxis/Choreografische Assistenz
  • Berufsinformation
  • Ergänzung (z. B. Alternative Tanztechniken, Pilates Studio, Alexander Technik, Feldenkrais, Gesangsbildung, Schauspiel, Spitzentanztechnik, Junge Choreografen, Projekte)

B.A. Tanz - Profil

Grundlage für alle Tanzbereiche bildet das tägliche Training in Klassischem und Zeitgenössischem Tanz. Alle zwei sind für den heutigen Tanz wesentliche Techniken, sowohl als effektive und kompetente Trainingsmethoden wie auch als künstlerische Referenz­ und Denksysteme, die Vergangenes verständlich machen und zukünftige Entwicklungen erschließen. Sie garantieren – gemeinsam mit den anderen regelmäßigen Lehrangeboten wie Körperbewusstheitsmethoden, künstlerisches Forschen, Tanzwissenschaft, improvistorisch/kompositorisch verschränktes Forschen, methodisch/didaktisch verschränktes Forschen, Partnering, Repertoire und Projektarbeit – die heute im
Berufsleben geforderte Vielseitigkeit, Flexibilität, Reflexivität und Individualität des Tänzers wie des Pädagogen.

Die Tanzausbildung am ZZT zeichnet sich durch eine enge Zusammen­
arbeit zwischen Ausbildung und professionellem Berufsfeld aus. Wich­
tiger Bestandteil des Curriculums sind Aufführungsprojekte, in denen
sich die angehenden Tänzer und Pädagogen mit Arbeitsweisen renom­
mierter zeitgenössischer Choreographen auseinandersetzen oder auch
eigene Choreographien zur Aufführung bringen.

Aufführungspraxis wird als integraler Bestandteil der Ausbildung gesehen, wobei die Studierenden auch innerhalb der produktionsorientierten Bereiche einer
Tanzaufführung, also einerseits in Dramaturgie und Public Relations, anderer­
seits in Bühnenrealisation, Licht und Ton, Erfahrungen sammeln können.

Ziel der Ausbildung ist es, auf der Basis einer fundierten Technik wettbewerbsfähige, körperbewusste und intelligente Tänzerpersönlichkeiten auszubilden, die offen und wissbegierig sind und ihre Kunstform souverän vertreten.

Die zukünftigen Tänzer und Tanzpädagogen üben ihre Karriere an Stadttheatern oder in freien Ensembles aus – und werden auf die Zeit nach ihrem ersten Beruf so vorbereitet, dass sie sich später durch Zusatzqualifikationen u. a. in den Bereichen Choreografie, Trainingsleitung, Tanzpädagogik, ­therapie, ­publizistik, ­dramaturgie oder ­wissenschaft entwickeln können. 

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