Der 4-semestrige Masterstudiengang bietet ein vertiefendes, forschungsorientiertes Studium der Tanzwissenschaft und geschieht in direkter Anbindung an das Deutsche Tanzarchiv.

Das Studium vermittelt historische, künstlerische und soziale Forschungsperspektiven auf den Tanz. Dazu gehören Studien zur Methodik der Historiografie, der Choreografie und Ästhetik des Tanzes, die Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Bewegungsanalyse und praktische choreografische und dramaturgische Projekte sowie Körper-, Medien und postkoloniale Theorien.

Ziel des Studiengangs ist die Förderung komplexen theoretischen und transdisziplinären Denkens, wissenschaftlicher Methoden und ihrer kritischen Reflexion sowie die Förderung des Austausches zwischen Theorie und Praxis.
Studierende können in eigenständigen und betreuten Projekten anwendungsorientiert studieren.

Studierenden absolvieren im Laufe von 4-Semestern insgesamt 6 Module

1. Methoden der Tanzwissenschaft

Hier wird ein Überblick über Problemfelder, Fragestellungen, Terminologien und Forschungsperspektiven des Studienfachs vermittelt. Die Studierenden werden motiviert, sich eine kritische wissenschaftliche Perspektive anzueignen, damit sie selbstständig tanzwissenschaftliche Themen erforschen und ihre jeweiligen Methoden reflektieren können. In ergänzenden Übungen werden Arbeitsfelder der Tanzwissensschaft an der Schnittstelle zur Praxis erprobt. Tanzpraktische Kurse werden dabei als Bestandteil einer Aneignung eines analytischen Potentials für die Tanzwissenschaft vermittelt.

2. Tanzhistoriographie

Das Modul dient der Vermittlung historiographischer Verfahren und einer Reflektion von Geschichtsschreibung. In Übungen im Tanzarchiv können Studierenden praktisch die Möglichkeiten der Recherche und des Quellenstudiums erlernen und an der Edition und Webpräsentation von Nachlässen mitarbeiten. Sie erhalten die Möglichkeiten in ihrer Erarbeitung von Rekonstruktionen zu kritisch zu begleiten.

3. Komposition, Choreografie und Dramaturgie

In diesem Modul werden kompositorische, choreografische und dramaturgische Arbeitsweisen theoretisch und praktisch erarbeitet und reflektiert. Neben der Vermittlung von historischen und zeitgenössischen Konzepten von Choreografie und Komposition, soll das Modul zum Transfer zwischen Theorie und Praxis anregen. Dabei sollen auch organisatorische Kompetenzen entwickelt werden. Durch die Analyse unterschiedlichster ästhetischer, dramaturgischer und choreografischer Arbeitsweisen werden Ideen und Konzepte für eigene Projekte entwickelt und umgesetzt. Projektmanagement, das Schreiben von Förderanträgen und Institutionspolitik werden ebenso behandelt.

4. Körper / Künste / Medien

Studierenden erhalten eine Überblick über aktuelle Positionen in Bezug auf das Zusammenspiel der Künste (vor allem zur Musik, Bildenden Kunst, Theater) und auf Prozesse von Intermedialität, Intertextualität und Hybridität. Dabei werden Chancen und Probleme vergleichender Forschungsstrategien erörtert. Ästhetische Theorien, Körper- und Medientheorien sowie kuratorische Strategien werden vermittelt und reflektiert. Studierende sollen zudem intermediale Projekte realisieren und Grundlagen für medienorientierte Performances erlernen.

5. Forschungsmodul

Dieses Modul bietet Studierenden die Möglichkeit, selbstständig eine frei gewählte tanzwissenschaftliche Fragestellung zu erforschen. Die im Studium erworbenen Kenntnisse und Kompetenzen sollen praxisnah angewendet und erprobt werden.

6. Prüfungsmodul

In diesem Modul wird die Masterarbeit geschrieben sowie zwei mündliche Prüfungen – eine zur Verteidigung der Arbeit, eine zu einem anderem Themenbereich – abgelegt.

Das Studium qualifiziert für eine weitere wissenschaftliche Karriere (Promotionsstudium) im Bereich der Tanz- und Kulturwissenschaft sowie für Tätigkeiten im Bereich Tanz und  Choreografie an Theatern und anderen kulturellen Institutionen, Kulturmanagement, Produktion und Kommunikation, Archiven und Verlagen (beispielsweise als KuratorIn, DramaturgIn, KulturmangerIn, LektorIn, KritierIn). 

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