FORSCHUNGSKOLLEG

 

Das „Forschungskolleg Tanzwissenschaft“
der Hochschule für Musik und Tanz und des Deutschen Tanzarchivs Köln

Köln ist ein idealer Standort für Forschung im Bereich Tanz. Dies wird nun durch die Gründung des „Forschungskollegs Tanzwissenschaft“ durch das Deutsche Tanzarchiv Köln (DTK) und die Hochschule für Musik und Tanz (HfMT) inhaltlich und strukturell weiter gefördert.

Das DTK verfügt über eine der weltweit renommiertesten und umfangreichsten Sammlungen an Nachlässen, Fotografien, historischen Zeitschriften und Zeitungsausschnitten, aktuellen Publikationen,  Videoaufzeichnungen, Werken der bildenden Kunst u.v.m. zu allen Bereichen der Tanz­geschichte. Es stellt damit eine exzellente Grundlage für tanzwissenschaftliche Forschung bereit. Durch seine Ausstellungen im angegliederten Tanzmuseum ist es zudem in der breiten Vermittlung von Tanzgeschichte engagiert. Gleichzeitig bietet die HfMT als einzige Institution in Deutschland die Promotionsmöglichkeit explizit im Fach Tanzwissenschaft an. Dies ist Teil einer stetig erweiterten Forschungsausrichtung des Zentrum für Zeitgenössischen Tanzes (ZZT) der HfMT, das mit dem MA-Studiengang Tanzwissenschaft, der Durchführung von Forschungsvorhaben und internationaler Tagungen sowie Artistic Research in den künstlerischen Studiengängen einen vielseitigen und inspirierenden Kontext für eine ganze Bandbreite von Forschung zum Tanz bietet.

Beide Institutionen möchten im gleichen Maße die Erforschung von Tanz in seiner ganzen Breite fördern und profitieren von ihrer Kooperation. Seit 2012 ist das Archiv An-Institut der Hochschule mit dem Ziel, die Kooperationen zwischen beiden Einrichtungen zu verstetigen. Dazu gehört auch der Ausbau der Zusammenarbeit in Bereichen der Lehre und Forschung, vor allem im Bereich der post-graduierten Forschungsvorhaben. Das „Forschungskolleg Tanzwissenschaft“ ist ein weiterer Baustein dorthin. Es möchte einen Beitrag zur Förderung tanzwissenschaftlicher Forschung leisten und die Bedeutung des Archivs für die tanzwissenschaftliche Forschung herausstellen. Zudem reagiert es auf einen Bedarf internationaler WissenschaftlerInnen, die für die Förderung ihrer Forschungsvorhaben/-aufenthalte im Deutschen Tanzarchiv Köln eine Hochschulanbindung in Deutschland benötigen, um Forschungsstipendien (DAAD, Fulbright etc.) beantragen zu können. Das „Forschungskolleg Tanzwissenschaft“ bietet hier sowohl die institutionelle, als auch inhaltliche Anbindung. Ausländische DoktoranndInnen und Post-DoctorandInnen können hiermit nicht nur den Status von Gast-Studierenden und Gastforschern erhalten, sondern können von der Teilnahme an Kolloquien, Symposien und Workshops und dem Austausch mit DoktorandInnen im Fach Tanzwissenschaft und anderen internationalen Gästen profitieren. Den ForscherInnen steht für die Dauer ihres Aufenthalts (von 1-6 Monaten) im Kolloquium eine Betreuung durch die Professur für Tanzwissenschaft zu. Darüber hinaus erhalten die Gäste des „Forschungskollegs Tanzwissenschaft“ einen bevorzugten Zugang (erweiterte Öffnungszeiten) zum DTK.

Das Forschungskolloquium ist daran interessiert, hochkarätige und interdisziplinäre Forschung zu unterstützen, die explizit mit den Beständen des DTK arbeitet. Dafür schreibt das Forschungskolleg Stipendien aus, veranstaltet Symposien und gibt Publikationen heraus. WissenschaftlerInnen ohne ein externes Stipendium können sich für eines von vier bis sechs jährlichen Stipendien in Höhe von 1000-1500 Euro bewerben. Mit den Stipendien des „Forschungskolleg“ ist eineAufenthaltspflicht von vier bis sechs Wochen in Köln während der Semesterzeiten (Okt-Jan. oder April-Juni) verbunden ebenso wie die Präsentation und Diskussion der Forschung im Kolloquium. Erwünscht ist zudem, dass Gäste ihr Interessensgebiet in einem Kurz-Seminar, Vortrag oder Workshop mit Studierenden des Zentrums für Zeitgenössischen Tanz teilen oder ggf. eine Präsentation im Rahmen von Veranstaltungen des Tanzarchivs (z.B. im Tanzmuseum) geben. Hierdurch möchten wir auch ein ‚Rückfluss’ innovativer Ideen aus der historischen Forschung in die tänzerische und tanzwissenschaftliche Vermittlungspraxis fördern.

Die Bewerbung mit einem Exposé und weiteren Angaben zum Stand des Forschungsprojekts, Lebenslauf und Informationen zur institutionellen Anbindung kann jederzeit erfolgen an yvonne.hardt(at)hfmt-koeln(dot)de. Ein Gremium von drei TanzwissenschaftlerInnen – dabei jeweils mindestens eine/r aus dem ZZT und eine/r aus dem DTK entscheiden innerhalb von 8 Wochen über die Anträge. Eine Garantie auf Vergabe eines Stipendiums besteht nicht.

Pressemitteilung Stipendium L. Gulibert

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