PROMOTIONSPROJEKTE

 
  • Miriam Althammer: „Szenarien des Übergangs – Wissensgefüge im zeitgenössischen Tanz post-sozialistischer Länder Europas“ mehr Infos hier...

  • Dwayne Holliday: „Künstlerische Forschung Erlernen“

  • Ulrike Nestler: „Dancing Contemporaneity im urbanen Südafrika: Johannesburg und darüber hinaus“ mehr Infos hier..

  • Gabriele Wittmann: „Performatives Schreiben als Instrument der Analyse für den zeitgenössischen Tanz“

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

Miriam Althammer

Kurzbiographie

Miriam Althammer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz Köln. Sie studierte Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der LMU München sowie Tanzwissenschaft an der Universität Bern und begann 2014 unter der Betreuung von Prof. Dr. Claudia Jeschke an der Paris Lodron-Universität Salzburg ihre Doktorarbeit. Neben ihren Schwerpunkten Tanzgeschichte sowie Transhistorizität, Oral History, Praxeologie und verkörpertes Wissen in der Tanzforschung, beschäftigt sie sich mit Entgrenzungen der Künste (Magisterarbeit zum Thema InterAktion. Arbeiten des Choreographen Richard Siegal im Spannungsfeld von Tanz und bildender Kunst der 60er Jahre). Zudem ist sie seit 2011 als freischaffende Journalistin und Autorin (u.a. Süddeutsche Zeitung, Bayerische Staatsoper, Münchner Feuilleton) sowie als Redakteurin für das Online-Magazin tanznetz.de tätig. Seit 2018 ist sie Mitglied der Jurys Freie Tanzschaffende des Kulturreferats München und des Bayerischen Landesverbands für zeitgenössischen Tanz (BLZT).

 

Abstract: „Szenarien des Übergangs – Wissensgefüge im zeitgenössischen Tanz post-sozialistischer Länder Europas“

Miriam Althammers Promotionsprojekt Szenarien des Übergangs - Wissensgefüge im zeitgenössischen Tanz post-sozialistischer Länder Europas ist eine der ersten umfassenden, wissenschaftlichen Beschäftigungen mit zeitgenössischem Tanz in Südosteuropa, der sich in einem weitgehend nicht-institutionalisierten Rahmen entwickelte und bis heute beeinflusst ist von den transkulturellen und -historischen Umwälzungen in den Gesellschaften Europas des 20. Jahrhunderts.

Jene kulturgeschichtlichen Prozesse werden auf der Basis von Oral History-Interviews mit Tänzer-ChoreographInnen, Kulturschaffenden und TheoretikerInnen nachgezeichnet – in Bezug auf die Entwicklung von zeitgenössischen Tanzpraktiken in einem nicht-institutionellen Rahmen, künstlerisch-bürgerschaftliches Engagement und die Konstruktion kultureller und künstlerischer Identitäten. Hierbei geht Althammer besonders den Wissensgefügen und Aspekten von Migration und Integration nach, die im Tanz als nomadischer Kunstform manifest sind, und in Althammers Forschung als Folie für eine Revision der Archivierung performativer Künste wie auch europäischer Tanzgeschichte dienen. In den Oral Histories kristallisieren sich jene Aspekte speziell im Spannungsfeld des Einwirkens von westeuropäischen Institutionen und Netzwerken sowie dem Selbstverständnis der KünstlerInnen, das geprägt ist von 'self-organisation' und 'self-education'. Um neue Zugänge zu Bewegungsgeschichte/n des zeitgenössischen Tanzes in Europa zu schaffen, konzentriert sich die Auseinandersetzung mit den gesammelten Oral Histories auf Imaginationen und verbalisierte Körperbilder, die aus der Interviewsituation heraus entstehen.

 

 

 

 

Ulrike Nestler

Kurzbiographie

Magisterstudium der Ethnologie, Afrikanistik und Geographie an der Universität zu Köln; Fortbildung zur Tanzpädagogin, Off-Theater Neuss; seit 2006 zahlreiche Feldforschungsaufenthalte im Kontext des Zeitgenössischen Tanzes in Johannesburg, Südafrika, und diverse Lehraufträge an der Universität zu Köln als auch am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz (ZZT) der HfMT Köln in den Bereichen Ethnologie, Musikethnologie, Tanzwissenschaft und Tanzvermittlung im Zeitgenössischen Kontext; 2009-2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Ausstellungsprojektes Afropolis. Stadt, Medien, Kunst im Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt, Köln mit Schwerpunktsetzung auf performativen und vermittelnden Formaten; 2011-2014 freiberufliche Projektkoordinatorin und Leiterin der Veranstaltungsreihe TanzKulturen der Welt im RJM und allgemeine Veranstaltungsorganisation, Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt, Köln; seit 03/2016 Mentorin des Residenzprogrammes Inkubator für junge ChoreographInnen, Tanzfaktur, Köln; seit 07/2017 ehrenamtliche Tätigkeit als gewähltes Mitglied des Tanzbeirates der Stadt Köln; aktuell: wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Tanzwissenschaft des ZZT der HfMT Köln.

 

Abstract

Vorläufiger Arbeitstitel: "Dancing Contemporaneity in Urban South Africa: Johannesburg and Beyond"

Dieses Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit der lokalen Bedingtheit und globalen Verflochtenheit tanzkünstlerischen Schaffens im urbanen Raum des Südafrika der Post-Apartheid. Den Schwerpunkt der Betrachtung bilden dabei identitätsstiftende als auch soziale Abgrenzungs- und Ausschliessungs- als auch ästhetische Normierungs- und Veränderungsprozesse des Handlungsfeldes des Zeitgenössischen Tanzes. Dieser birgt ein maßgebliches Transformationspotential für zuvor auf das Stärkste rassifizierte, kulturalisierte, politisierte und stigmatisierte Körperbilder und ins Körpergedächtnis tief eingeprägten Erfahrungen. Das Projekt leistet eine Analyse dieses komplexen diskursiven Feldes, in dessen Mittelpunkt gegenwärtig eine durch die späten Ausläufer der Apartheidpolitik, der sogenannten Bantueducation und den Schüleraufständen von 1976 und einer sich seit Anfang der 1990er Jahre im rapiden Wandel befindenden städtischen und sozialen Infrastruktur Johannesburgs - dem monetären, industriellen, künstlerischen und seitens des Philosophen Achille Mbembe paradigmatisch als Afropolis betitelten urbanen Zentrums Südafrikas - sozialisierten südafrikanischen Tänzer- und Choreographen-Generation. Transdisziplinär zwischen Tanzwissenschaft, Ethnologie und Urbanisierungs-wissenschaften angelegt, sucht diese Studie unter Berücksichtigung post- bzw. dekolonialer Theorien die bisherige Forschungslücke hinsichtlich glokaler Studien transnationalen und translokalen Zeitgenössischen Tanzschaffens anhand des sehr lebendigen und vielfältigen Tanzfeldes in Johannesburg zu schliessen, ohne die Einbettung in einen gesamtafrikanischen Diskurs zu vernachlässigen.

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