ATLAS-WERKSTÄTTEN

 

Die Atlas-Werkstätten von Agdz, Marokko

Eine Modellregion für den wissenschaftlich-kulturellen Dialog

Die Faculté des Sciences et Techniques Errachidia in Marokko, die TH Köln und das ZZT an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bringen ihre Expertise und Netzwerke ein, um einen Kulturdialog zu etablieren, der auf einem wissenschaftlich-künstlerischen Austausch basiert. Der thematisch weite Bogen der drei Hochschulen ist notwendig, um der Frage nach der Relevanz traditioneller Güter und Werte des materiellen und immateriellen kulturellen Erbes angesichts von Globalisierung, Urbanisierung und "internationalen Entwicklungszusammenarbeit“ gerecht werden zu können.

Tradition und Moderne

Das Projekt sieht sich vor dem Hintergrund der nachhaltigen Entwicklung einem holistischen, transdisziplinären Ansatz verpflichtet. Die Modellregion „Agdz“ – eine Kleinstadt in der südmarokkanischen Region Souss-Massa-Draâ – gilt als historischer Handels-/Transport-Knotenpunkt und als eine bedeutende Begegnungsstätte der Kulturen. Zeugnisse dafür sind die traditionelle Lehmbauarchitektur und das in der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte diskutierte, 3000 Jahre alte „Ahwash-Ritual“ der Berber-Stämme.

Agdz wird dabei als „Natural and Sociocultural Lab“ verstanden, in der marokkanische und deutsche WissenschaftlerInnen, KünstlerInnen und Studierende gemeinsam an Fragestellungen der nachhaltigen Entwicklung arbeiten („forschendes Lernen“). Dabei wird ein innovativer Ansatz verfolgt, der natur- und sozialwissenschaftliche Herangehensweisen mit künstlerischen Elementen und non-verbalen Ausdrucksformen (Musik und Tanz) kombiniert.


Gefördert vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Rahmen des Förderprogramms Hochschuldialog mit der islamischen Welt.

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