JOIN US

 

Nach zwei erfolgreichen und inspirierenden Ausgaben geht die Workshop-Woche JOIN US in die dritte Runde!

Vom 02.– 05. Januar 2019 geben Lehrende und Studierende des Zentrums für Zeitgenössischen Tanz Köln Einblick in tanzkünstlerische Trainingsformen, Praktiken und Arbeitsweisen.

Dieses Workshopangebot richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene (ab 16 Jahren), die ein Studium im Zeitgenössischen Tanz anstreben und mehr über das spezifische Profil des Zentrums für Zeitgenössischen Tanz erfahren möchten. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Teilnehmenden bekommen die Möglichkeit, aus verschiedenen Angeboten ihr Workshop- Programm zusammenzustellen und ihren individuellen Interessen zu folgen. In den verschiedenen Workshop- Formaten haben sie Gelegenheit, mit Lehrenden und Studierenden ins Gespräch zu kommen und sich in gruppenorientierten Prozessen auszutauschen.

Täglich werden verschiedene tanzpraktische Formate angeboten:

  • Warm-Ups in somatischen Praktiken
  • Trainingsangebote in zeitgenössischen Tanztechniken und Ballett für zeitgenössische Tänzer*innen
  • Verschiedene Workshopangebote
  • Informative Formate am Abend, die Einblicke in das Profil des ZZT und die Tanzlandschaft in Nordrhein-Westfalen geben, sowie eine Contact Jam, die von Tanz- und Musikstudierenden organisiert und durchgeführt wird.

Anmeldung zu JOIN US bis zum 15. Dezember 2018 bitte per E-Mail an Sirkka Muth (Koordinatorin Tanz), sirkka.muth(at)hfmt-koeln(dot)de mit folgenden Angaben:

  • Name
  • Vorname
  • Geburtsdatum
  • Nennung der gewünschten Trainings
  • Nennung der gewünschten Workshops

 

 

TUNING IN FOR THE DAY

Die Warm Up-Formate “Tuning in for the day” sensibilisieren Wahrnehmungsebenen, widmen sich komplexen Bewegungszusammenhängen der Wirbelsäule oder ermöglichen einen spielerischen Zugang zu Bewegung. Die Warm Up-Formate nehmen Bezug zu Prinzipien somatischer Praktiken wie z.B. Alexandertechnik, GYROKINESIS®, Pilates Methode und Yamuna Body Rolling.

 

 

TRAINING

Zeitgenössische Tanztechnik
mit Jan Burkhardt
Samstag, 05.01.2019, 10.00-12.00 Uhr

In diesem Training stecken wir den Begriff Tanztechnik weiter ab als oftmals getan. Die Einstimmung bildet das Trotten, eine Praxis zwischen Gehen und Laufen, die der Koordination, Wahrnehmung und dem Fine Tuning zwischen Beidem dient und auch dazu, eine Art transformativen Zustand zu erleben. Daraus ergeben sich das Erforschen von Gewicht und dem Zusammenhang von Bewegungsachsen und -kurven, dem entsprechenden Schreiben von Spuren im Raum, energetischen Strömen und dem Verfolgen spezifischer Kräfteverhältnisse zwischen Körpern und Raum, die uns stabilisieren oder destabilisieren.

 

Zeitgenössische Tanztechnik
mit Nina Hänel
Samstag, 05.01.2019, 10.00-12.00 Uhr

Das Erforschen von differenzierter und integrierter Körperorganisation innerhalb von gegebenem Bewegungsmaterial ist zentraler Ausgangspunkt dieses Trainings, um zu einem energetischen und dynamischen Bewegungserleben zu gelangen. Es basiert auf Prinzipien der Feldenkrais-Methode, die dabei helfen können, mit spielerischer Aufmerksamkeitslenkung das eigene körperlich-leibliche Artikulationsvermögen in Bewegung zu vertiefen.

 

Zeitgenössische Tanztechnik
mit Kojiro Imada
Mittwoch, 02.01.2019, 14.00-16.00 Uhr / Freitag, 04.01.2019, 10.00-12.00 Uhr

Im Mittelpunkt des zeitgenössischen Trainings stehen das Erschließen von Bewegungspotenzialen mit einem spezifischem Fokus auf Spinalbewegungen der Wirbelsäule in ihrer dreidimensionalen Bewegungskomplexität. Durch bewusstes Visualisieren dieser komplexen Bewegungsmuster und mit Blick auf die Relation zwischen Schulter- und Beckengürtel können individuelle physische und künstlerische Potenziale erfahren werden. Das Training ist inspiriert von GYROTONIC® und GYROKINESIS® und nimmt Bezug zu grundlegenden Prinzipien dieser Methode.

 

Zeitgenössische Tanztechnik
mit Vera Sander
Mittwoch, 02.01.2019, 14.00-16.00 Uhr

In diesem Training arbeiten wir an verschiedenen Methoden, sich dem Boden zu nähern. Wir werden uns zunächst auf Prinzipien konzentrieren, die das Verständnis für Funktionalität, Länge und Volumen im Körper unterstützen, und dann eine Reihe von physikalischen Mechanismen untersuchen. Das Training lässt Raum zum Fragen und Zuhören, erzeugt instabile Momente und fordert eigene Gewohnheiten und Komfortzonen heraus. Dabei wird der Körper als Instrument zum Lernen, Erschaffen und Trainieren dynamischer und fließender Bewegungen verstanden, um das Spiel mit Schwerkraft und der Verwendung von Gewicht nutzen zu können.

 

Integration von Prinzipien der Alexandertechnik in Zeitgenössischem Training
mit Vera Sander and Claudia Braubach
Donnerstag, 03.01.2019, 10.00-12.00 Uhr

Prinzipien der Alexandertechnik werden in unmittelbaren Bezug zu Prinzipien zeitgenössischer Trainingspraxis gesetzt, um diese auf unterschiedlichen Ebenen zu untersuchen und dadurch eine Lernumgebung zu generieren, in der Teilnehmer*innen gleichermaßen praxisorientiert und reflexiv arbeiten.

 

Ballett für zeitgenössische Tänzer*innen
mit Emanuele Soavi
Donnerstag, 03.01.2019 und Freitag, 04.01.2019, 10.00-12.00 Uhr

Basierend auf dem Bewegungsvokabular des Balletts richtet sich das Training an angehende Tänzer*innen, die sich mit Werkzeugen zeitgenössischer Tanzpraxis auseinandersetzen. Indem verschiedenen Prinzipien wie z.B. Bewegungsdynamiken, Koordination, Atmung, Bewegungsrhythmus und Musikalität Raum gegeben werden, wird eine größere Freiheit des effizienten Bewegens im und durch den Raum vermittelt.

 

 

WORKSHOPS

Achtung: Workshops sollten vollumfänglich besucht werden, folgende Kombinationen sind möglich I, III, V oder I, IV, V oder II, III oder II, IV.

 

Workshop I: Improvisation – Komposition: Spüren und Machen
mit Jan Burkhardt

Donnerstag-Freitag, 3.-4. Januar, jeweils von 12.15-13.45 Uhr

In diesem Workshop geht es um das Ausrichten unserer Wahrnehmung als Fundament von Bewegungsmaterial und choreographischer Ordnungen; die Wechselwirkungen zwischen Spüren und Machen als unerschöpfliche Ressource, um Muster freizulegen, zu benutzen, immer wieder neu zusammenzusetzen und auch in Frage zu stellen.

 

Workshop II: Partnering – Dancing with Gravity
mit Kojiro Imada

Donnerstag, 3. Januar – Samstag, 5. Januar, jeweils von 12.15-13.45 Uhr

Unser Körper im Bezug zum Schwerkraftfeld ist Teil unseres täglichen Lebens. Im Tanz wird es zu einem sehr bedeutenden, aber unsichtbaren "Partner", der zu Harmonie aber auch Chaos führen kann. In diesem Workshop liegt der Schwerpunkt auf dem Umgang mit diesem unsichtbaren Partner. Durch Kontaktimprovisation und spezifische Übungen erleben und analysieren die Teilnehmenden das System "Partner" und entdecken darin ihre individuellen tanzkünstlerischen Möglichkeiten.

 

Workshop III: Bewegungsdetails wahrnehmen – eine spielerische Annäherung an performative Werkzeuge
mit Vera Sander

Donnerstag-Freitag, 3.-4. Januar, jeweils von 14.45-16.45 Uhr

Im Mittelpunkt des Workshops steht die Frage danach, wie wir uns mit Bewegungsmaterial als dynamisches Ereignis beschäftigen können. Es wird ein Rahmen generiert, in welchem die Teilnehmer*innen die Möglichkeit haben, innerhalb improvisatorischer Settings über Wahrnehmungsmodi zu arbeiten und innerhalb von gesetztem Bewegungsmaterial an performativen Qualitäten und der individuellen Entscheidungsfähigkeit zu arbeiten. Das Ziel ist es, Werkzeuge anzuwenden, die helfen, mehr Vertrauen in die eigene körperliche Praxis zu gewinnen, um eine grundsätzlich spielerische, detaillierte und wache Haltung zu entwickeln.

 

Workshop IV: Share your Practice!
Organisiert und durchgeführt von Studierenden des 4. Studienjahres im BA Tanz am ZZT

Donnerstag-Freitag, 3.-4. Januar, jeweils von 14.45-16.45 Uhr

Ein wesentliches Ziel des Studiums am ZZT ist es, Studierende dabei zu unterstützen, bereits im Rahmen ihres Studiums ihre eigene künstlerische Praxis zu entwickeln. Dies kann z.B. in Form von selbst konzipierten Vermittlungsformaten oder in Form einer performativen Praxis erfolgen. Im Rahmen von "Share your Practice!" geben aktuell am ZZT Studierende Einblicke in ihre Praktiken und laden die Teilnehmer*innen ein, diese in Form von Praxis, Forschung, Reflexion und Austausch miteinander zu teilen.

 

Workshop V: Komponieren in Bewegung – Somatische Prinzipien als Werkzeuge für einen kreativen Umgang mit der eigenen Bewegungspraxis
mit Nina Hänel

Samstag, 5. Januar, 12.15-13.45 Uhr und 14.45-16.45 Uhr

Prinzipien somatischer und künstlerischer Praktiken können dabei unterstützen, einen Prozess des Komponierens und Re-Komponierens von Körpern in Bewegung zu evozieren. Indem spezifische Körperlichkeiten durch verschiedene Zugänge z.B. über Bilder, Emotionen, Stimmungen immer wieder neu hergestellt werden, kann die spezifische Materialität von Körpern so stets transformiert werden. Dieses Potenzial im Rahmen eines echzeitkompositorischen Settings zu erforschen und Körper stets aufs Neue wahrzunehmen, ist zentrales Anliegen des Workshops.

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