SEPTEMBER 2022

 

unfolded no. 11

mit Choreografien von Martina De Dominicis, Sade Mamedova und Reut Shemesh

Nach zwei Jahren (notgedrungener) Pause freuen wir uns, im Herbst wieder das Aufführungsformat „unfolded“ am ZZT präsentieren zu können. Die elfte Ausgabe zeigt drei choreografische Arbeiten von Reut Shemesh, Sade Mamedova und Martina De Dominicis, die jeweils in Zusammenarbeit mit BA-Studierenden erarbeitet wurden.

 

GOLA 5th Movement

Nach ATARA (2017) und LEVIAH (2019) widmet sich Reut Shemesh 2022 im Rahmen von unfolded gemeinsam mit den BA-Tanz-Studierenden wieder der Überarbeitung eines ihrer Stücke - diesmal des Stücks GOLA, das vor kurzem in seiner vierten Version als GOLA 4th Movement in Hellerau, Dresden, Premiere feierte. Die Serie setzt sich mit der Form und dem Dogma nationaler Zeremonien auseinander, an denen die in Israel aufgewachsene Choreografin als Jugendliche auch selbst teilnahm. Schwankend zwischen Nostalgie und kritischer Distanz, zieht das Stück die Parallele zwischen zeremoniellen Handlungen, dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit und dem Potenzial seiner Erfüllung. 

Konzept & Choreografie: Reut Shemesh

Probenassistenz: Kojiro Imada

Musik: Simon Bauer

Performance: Aleksandra Demina, Kora Isis Rebecca Hamm, Juri Jaworsky, Sergio Monferrer Vazquez, Lili Oksanen, Kevin Ponge Kassoma, Kiara Paloma Richter, Henrike Tünnermann, Viktoria Veselovska, Elodie Morgane Zermatten

 

The moment you let it go

Sade Mamedovas choreografische Arbeit „The moment you let it go“ stellt Fragen nach der Position des Individuums in einer sich ständig selbstoptimierenden Leistungsgesellschaft und den Moment des Loslassens und Nicht-Erfüllens.

„Das Konzept“

Wie wollen wir effizienter werden?

Wie wollen wir besser werden?

Wo wir doch bereits gut waren;

Ja-sogar perfekt!

Da wir Schöpfung waren; eins waren;

Verbindung hatten;

Verbindung zu allem-zur Schöpfung, zu uns;

Miteinander und füreinander.

 

Und dann begann es;

Begann zu wachsen, zu erklimmen, verschlingen, erschlagen;

Begann zu wuchern, zu zerstören;

Uns zu zerstören;

Uns–Schöpfung, Perfektion, in allem effizient;

Als wäre es ein Widerspruch in sich ineffizient zu sein.

Begann zu handeln;

Miteinander gegeneinander-Ego-

 -Julian Ruebel-

 

Konzept & Choreografie: Sade Mamedova

Assistenz: Andrea Schuler

Musik: Petar Alargic 

Performance: Hyunsoo Auo, Nai-An Chen, Yi-Chen Chen, Rita Maria Klos, Lea Marie Neumayer, Andrés Gonzalez Patarroyo, Jovana Petrovska, Almuth Schmidbauer

 

Born Yet to Be

Alles im Universum, von den kleinen subatomaren Teilchen bis hin zu gigantischen Galaxienhaufen, befindet sich in einem ständigen Wandel. In „Born Yet to Be“ wird der sich bewegende Körper als Materie im ständigen Werden erforscht. Durch die Darstellung eines Szenarios, das sich in einem endlosen Entwicklungsprozess befindet, reflektiert die Performance über unsere Wahrnehmung von etwas, das sich verändert – und über die unsichtbare Spannung, die einem Moment der sichtbaren Veränderung vorausgeht. „Born Yet to Be“ ist eine Neuadaption des Stücks "Yet to Be Born" (2019) des Wiener Kollektivs Debocs. Sie basiert auf den Scores des Stücks und lässt aus der Begegnung mit den ZZT-Studierenden eine neue Version entstehen.

Konzept & Choreografie: Martina De Dominicis, Alberto Cissello

Musik: Lorenzo Romano

Performance: Tamora Dinklage, Juliana Garaycochea, Natacha Hüfken, Yeojin Kim, Leonie Stöckle

 

Vorstellungstermine:

30.09. & 01.10.2022, 20.00 Uhr

Studiotheater ZZT, Turmstrasse 3-5, Köln Nippes, Eintritt frei

 

Es gelten die zum Zeitpunkt der Vorstellung gültigen Infektionsschutzregeln.